4 Dinge, die man auf Yucatán gemacht haben muss

Zum Abschluss unserer Mexiko-Reise stand noch ein Wochenende auf der Halbinsel Yucatán auf dem Programm. Die Ferienregion zählt zu den beliebtesten in Nordamerika und wird auch als „Mallorca der US-Amerikaner“ bezeichnet. Es gibt dennoch Gründe, einen Besuch einzuplanen.

Die Region

Yucatán liegt am Karibischen Meer im Südosten Mexikos an der Grenze zu den Nachbarländern Guatemala und Belize. Es ist das wichtigste Zentrum für Tourismus in Mexiko und wird sowohl von Mexikanern als auch von internationalen Touristen besucht. Größte Gruppen sind meiner Ansicht nach mit großem Abstand US-Amerikaner, danach kommen Europäer, Brasilianer und Russen. Wenn man am Flughafen in Cancún ankommt, ist es, als lande man in einem anderen Staat. Die Halbinsel ist komplett auf Massentourismus ausgelegt und verfügt über sehr viel Infrastruktur: ausgebaute Straßen, ein dichtes Netz an Buslinien, zahlreiche Freizeitaktivitäten und -parks, Club-Hotels, Ferien-Resorts etc. An die vielen Touristen passt sich das Preisniveau an, das wesentlich höher ist als in Oaxaca, sowie leider auch die Service-Qualität, die im Vergleich etwas abfällt. Im Gegensatz zum Rest Mexikos ist Trinkgeld hier obligatorisch und wird mindestens in Höhe von 10 Prozent erwartet, oft höher. An vielen Stellen warten Touristen-Fallen.

Hier sind vier Dinge, die man auf Yucatán gemacht haben sollte:

1. Maya-Ruinen

Kein Yucatán-Besuch ohne Ruinen! Die erste Wahl von Playa del Carmen aus kommend ist die Maya-Ruinenstadt in Tulum.

Eine zuverlässige Möglichkeit, nach Tulum zu kommen, ist der Bus, der etwa im 30-Minuten-Takt von allen Busbahnhöfen, die zwischen Cancún und Tulum liegen, abfährt. Die Fahrkarten kann man am Schalter vor Ort kaufen, teilweise sind die Busse recht stark gebucht, sodass es ratsam ist, sich einen Tag vorher die Tickets für die gewünschte Zeit zu reservieren. Der Bus benötigt von Playa del Carmen aus etwa anderthalb Stunden und hält zwischendurch noch an diversen Freizeitparks an. Eine Haltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Eingang der Ruinenstadt.

Wenn man die Shops und Restaurants am Eingang des Geländes passiert hat, erreicht man über eine Straße den Eingang zur historischen Stätte, an dem sich die Ticket-Offices befinden. Über einen Weg, der von dichtem Urwald und Gestrüpp umrandet ist, geht es zur Stadtmauer, an der sich der historische Eingang zu dem Ort befindet. Beim ersten Anblick auf die Ruinenstadt bietet sich einem ein traumhafter Anblick. Die Gebäude befinden sich inmitten einer tropischen Landschaft und zerstreuen sich in der Weite. Die Stadt liegt direkt am Meer, am angrenzenden Traumstrand unterhalb des Wachturms ist Baden in türkisblauem Wasser und malerischer Atmosphäre erlaubt.

Überall auf dem Gelände kann man die für Yucatán typische Flora und Fauna genießen. Die zahlreichen Schatten spendenden Plätze inmitten der Bewaldung sollte man nutzen, um sich vor der kräftigen Sonne zu schützen.

An Sonntagen haben Mexikaner freien Eintritt zur Maya-Stätte. Entsprechend frequentiert ist der Strand, der an die Maya-Stätte angrenzt.

2.Strände

Ein Aufenthalt in Yucatán ist wegen der tropischen Lage am Karibischen Meer natürlich prädestiniert, um an Stränden seine Zeit zu verbringen, Tacos zu essen und Margeritas, Limonaden und Bier zu trinken. An den stark besuchten Stränden gibt es zahlreiche Anbieter von Liegen innerhalb und außerhalb von Strandclubs, die tageweise gebucht werden können und in denen Musik läuft und man bedient wird. Auch an den weniger stark besuchten Stränden kann man unter Palmen in Strandbars sitzen und den Schatten genießen, der im sehr heißen Klima Entspannung und Schutz bietet.

                    

3.Cenotes

Eine willkommene Abwechslung zu der brütenden Hitze bieten auch die Cenotes, die auf der Halbinsel zahlreich zu finden sind. Die Höhlen sind mit kühlem Wasser gefüllt und können zum Baden genutzt werden. Die Gewässer bilden ein natürliches Ökosystem und werden durch strenge Hygieneregeln geschützt. Neben Touristen, die auf der Suche nach einer kühlen Erfrischung sind, nutzen auch viele Schnorchler und Taucher die Gelegenheit, um die Unterwasserwelt im glasklaren Wasser zu erkunden. Man kann teilweise bis tief in die Höhlen hineinschwimmen. Die Atmosphäre wird durch den Hall der Wände, umherfliegende Fledermäuse und Wassergeräusche bestimmt. Innerhalb der Höhlen kann es finster werden, mit den Fledermäusen um einen herum sind die Cenotes eine einzigartige und unheimliche Erfahrung. Vorsicht ist am Boden geboten, wo sich teils scharfkantige Steine befinden. Ärgerlich war, dass sich viele Touristen wie in einem Schwimmbad verhielten und so die unglaubliche Atmosphäre etwas trübten.

    

4.Touristen-Zentren

Wir bezogen unsere Unterkunft in Playa del Carmen. Die Stadt liegt etwa eine Stunde östlich von Cancún und ist einer der Hotspots der Halbinsel. Neben einer langen Einkaufsstraße mit zahlreichen Shops für Souvenirs, Textilien und dem sonstigen üblichen Nippes findet man hier hauptsächlich mexikanische und Texmex-Restaurants mit integrierter Cocktail-Bar (Liebhaber des ehemaligen Coyote Cafés in Saarbrücken kommen hier auf ihre Kosten) sowie auf JungesellInnen-Abschiede ausgelegte Diskotheken mit irre lauter Techno-Musik und teuren Getränken. Geht man ein paar Straßenzüge weiter, so lassen sich durchaus nette und authentische Taquerien ausmachen. Auch Läden, welche die hier typische Maya-Küche anbieten, sind zahlreich vorhanden. Rund um das Zentrum findet man bei genauem Hinsehen auch einige gute Bars, zum Teil mit Live-Musik. Aktivitäten am Strand sowie Ausflüge lassen sich dank der zentralen Lage und der guten Busanbindung gut von Playa del Carmen aus planen. Hotels und Hostels sind zahlreich und in allen Preiskategorien vorhanden.

creative commons

Tulum liegt von Playa del Carmen etwa eine Stunde südöstlich. Die weit weniger touristische Stadt bietet ein authentisches mexikanisches Flair, ist Hochburg für Backpacker und Ausgangspunkt für Touren in die Nationalparks im Südwesten sowie nach Belize und Guatemala.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.